Pet Project Club
Budva / Montenegro
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Das Treffen war sehr gehaltvoll. Wir haben Dasha @angrysushi kennengelernt, eine Marketing-Expertin, und darüber gesprochen, wie man Produkte auch bei begrenztem Budget auf den Markt bringt. Ich habe mir folgende Punkte gemerkt (hauptsächlich zu mobilen Apps):
- ASO (App Store Optimization) — ist nicht nur und nicht ausschließlich eine Sache der Keywords. Einer der wichtigsten Aha-Momente: Die App-Icon sollte man nicht nur als Bild betrachten, sondern als vollwertiges kreatives Element. Es ist wichtig zu verstehen, wie sie in den Suchergebnissen aussieht und wie Nutzer darauf klicken, denn gerade das Nutzerverhalten (Installationen) beeinflusst am Ende die Relevanz und Positionierung im Store. Genauso sollte man sich auch die Produktvorschau im App Store anschauen – aktuell kann man drei Screens hochladen, einer davon kann ein vertikales Video oder ein horizontales Video sein. Und dieser Kanal funktioniert sehr gut, sofern überhaupt jemand nach deiner App sucht.
- Produktökonomie. Besprochen wurden die grundlegenden Metriken LTV (wie viel Geld ein Nutzer bringt) und CAC (die Kosten, um ihn zu gewinnen). Und das Grundprinzip des Nutzerökonomie-Gleichgewichts: Wenn LTV/CAC kleiner oder nahe eins ist, arbeitet das Projekt defizitär. Wir sprachen auch darüber, dass Entwicklungskosten dank No-Code-Werkzeugen sinken, die Kosten für Nutzergewinnung aber steigen. Außerdem wurde die Metrik CPI (Cost per Installation) diskutiert, die sich von CAC dadurch unterscheidet, dass eine Installation nicht zwingend heißt, dass bezahlt oder benutzt wird – und für manche Apps kann diese Metrik wichtiger sein als CAC (die man optimieren kann). Das Wichtigste: Dasha hat Namen mehrerer Firmen genannt, deren Reports sie fürs Benchmarking nutzt.
- „Schnelltest“. Anstatt monatelang die App zu perfektionieren und die Sales-Funnel (und Paywalls) zu optimieren, empfiehlt Dasha, einen Minimaltest in deiner Nische zu machen. Man sollte einfach die Installationskosten (CPI) beobachten und sehen, wie sich die App in der Zielkategorie ohne großen Aufwand platziert. Das funktioniert im AppStore, aber leider nicht bei Google und Meta – dort brauchen die Algorithmen einige Dutzend Ziel-Events, um die Anzeigen zu optimieren, und bei hohen Installationskosten (die mehrere hundert Dollar/Euro erreichen können) ist so ein Test nicht gerade günstig.
- Wo findet man Traffic mit einem $100-Budget? Neben dem oben erwähnten Apple Search Ads kann auch TikTok ein sehr guter Kanal sein, und zwar auch über das Format UGC (user-generated Content oder solcher, der so wirkt) – wenn man z. B. eine Kampagne macht, bei der Nutzer das Produkt selbst zeigen und empfehlen.
- Es gab eine kurze Analyse der Teilnehmer-Cases, aber einerseits blieb wenig Zeit dafür, und andererseits waren die Produkte für Dashas Expertise eher fachfremd, sodass keine praxisnahen Tipps zu diesen Nischen gegeben werden konnten:
- CarCare Diary (Fahrtenbuch für Auto-Service): Es wurde besprochen, wie ein Blog und SEO-Seiten (Anleitungen wie „Wann Ölwechsel durchführen“) genutzt werden können, um organischen Traffic zu gewinnen, und auch die Möglichkeit, auf dem Suchvolumen der Konkurrenz im Store „mitzureiten“. Außerdem, wie man Promotiontrends der Wettbewerber etwa durch Tools wie appfollow.io analysieren kann.
- VPN-Service: Besprochen wurden Branchenspezifika im heiß umkämpften Markt in Nordamerika und Europa. Zusammen wurde über Experimente mit TikTok und die Suche nach engen, spezifischen Nutzeranfragen nachgedacht.
- Nützliche Tools. In der Diskussion kamen Empfehlungen auf wie z. B. die Facebook Ads Library (um die Creatives der Konkurrenz zu beobachten) und natürlich der Google Keyword Planner, um Themen und Tools zum Monitoring von Konkurrenz-Tags zu finden.
Das Treffen hat bestätigt: Das Thema Promotion ist riesig und sollte besser in einzelne Bereiche unterteilt werden – Apple, Google, Traffic-Kauf jeweils für sich betrachten. Wir haben vereinbart, dass man Dasha (Kontakt ist oben in dieser News) jederzeit bei konkreten Fragen oder einer Zusammenarbeit ansprechen kann.
P.S.: Ich habe mich gefreut, euch alle zu sehen! Ein Foto vom Treffen ist beigefügt.
